Intro

Ernst Weiß Portal

Intro: Das Ernst Weiß Portal ging im Oktober 2022 an den Start und wird nach und nach befüllt, um den wissenschaftlichen Austausch zu fördern und literaturinteressierte Menschen und Journalisten auf Ernst Weiß neugierig zu machen.

Das Portal wird kontinuierlich um Inhalte erweitert. Begleitet und unterstützt wird das Portal von dem Schriftsteller und Ernst-Weiß-Kenner Peter Engel, der sein umfangreiches Ernst-Weiß-Archiv für diese Website zur Verfügung stellt. 

Mit dem Portal möchten wir Unterstützer, Forschende, Sponsoren und ambitionierte Verleger finden und vernetzen. Über Entstehung, Absichten und Ziele informiert der Text Über das Ernst Weiß Portal.

Der Entwickler: 

Konzipiert, gestaltet und programmiert hat das Portal der Grafik- und Webdesigner Ralph Segert aus Lüdinghausen. Unter der Haube läuft das CMS ExpressionEngine 7, ein leistungsfähiges und einfach zu handhabendes Content Management System, das optimal für barrierefreie Informationsportale und inhaltsreiche Websites ist. Infotelefon: 0162 4274462

10. Januar 2024

Neue Studie über die Beziehung von Ernst Weiß und Franz Kafka

In der gerade erschienenen E-Book-Ausgabe des Buches „Franz Kafkas literarisches Umfeld in Prag“, den Christine Lubkoll und Harald Neumeyer im Verlag J.B. Metzler (Heidelberg) herausgeben haben, stammt der Beitrag über Ernst Weiß von dem Literaturwissenschaftler Clemens Dirmhirn, einem Mitarbeiter am Institut für germanistische Literaturwissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. In einer dem Aufsatz vorangestellten Zusammenfassung heißt es:

Der Beitrag zu Ernst Weiß beleuchtet zunächst die biografische Vernetzung dieses Schriftstellers mit Franz Kafka vom ersten Zeugnis eines Zusammentreffens 1913 bis zu Kafkas Tod 1924. Dabei kommt die wechselvolle Freundschaft ebenso in den Blick wie Zuschreibungen des Westjüdischen. Im zweiten Abschnitt wird das bis 1924 entstandene Frühwerk Weiß‘ fokussiert. Unter Rückgriff auf die zeitgenössische Rezeption werden charakteristische Züge

dieser eng zusammenhängenden Texte benannt. Der Analyseteil widmet sich der ausgeprägten Präsenz von Antithesen, bezieht sie auf die Thematisierung eines aporetischen Verhältnisses zwischen Ideal und Wirklichkeit und setzt sie zu

Kafkas Umgang mit diesem Problem ins Verhältnis. Im letzten Abschnitt werden die jeweiligen Strategien des Umgangs mit diesen Aporien im Kontext eines breiteren Kulturdiskurses verortet. Dabei wird deutlich, dass sich Weiß in spezifische Diskurse einschreibt, während diese bei Kafka selbst thematisch werden.

Autor: Peter Engel

Neue Studie über die Beziehung von Ernst Weiß und Franz Kafka

03. November 2023

CFP: Ernst-Weiß-Jahrbuch 1 (2024): Allgemeine Beiträge und Schwerpunkt „Ernst Weiß und Franz Kafka“  (18.12.2023)

Mit dem Ernst-Weiß-Jahrbuch, das ab 2024 voraussichtlich im Universitätsverlag Winter erscheinen soll, schließen wir an die von 1973–76 und 1983–89 von Peter Engel herausgegebenen Weiß-Blätter als Organ für die internationale Ernst-Weiß-Forschung an. 90 Jahre nach den Bücherverbrennungen vom 10. Mai 1933 wollen wir damit erneut eine Forschungsplattform für Beiträge zu diesem „tragisch vergessenen“ (FAZ) unter den von den Nationalsozialisten verfolgten Autorinnen und Autoren bieten.


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24. Juli 2023

Carlos Fortea - Neue Übersetzung eines weiteren Weiß-Romans ins Spanische

Dem Schriftsteller Ernst Weiß wird weiterhin der Weg zu den spanischen Lesern gebahnt. Nach der großartigen Übersetzung des „Aristokraten“ durch Alberto Gordo kommt nun das Werk „El médico de la prisión“ („Der Gefängnisarzt“, 1934) in die Buchläden, der sechste Weiß-Roman, der auf Spanisch erscheint, diesmal in der Übersetzung des Schriftstellers Carlos Fortea.

Carlos Fortea - Neue Übersetzung eines weiteren Weiß-Romans ins Spanische

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18. April 2023

Ein erfreulicher Fund: Ernst Weiß zu Hesses “Roßhalde”

Im folgenden Text schreibt Volker Michels über eine Rezension von Ernst Weiß, in der letzterer die Erzählung "Roßhalde" von Hermann Hesse bespricht. Sie erschien am 1. Mai 1914 in der National Zeitung (Berlin, 67. Jg., Nr. 101).  

Volker Michels ist Herausgeber der Werke Hermann Hesses im Suhrkamp Verlag sowie Mitherausgeber der Gesammelten Werke von Ernst Weiß. Er war viele Jahre Lektor bei Suhrkamp und hat sich dort um viele mehr oder minder vergessene Schriftsteller verdient gemacht.

Ernst Weiß zu Hesses „Roßhalde“ - Ein erfreulicher Fund

von Volker Michels

Als wir 1980 zum bevorstehenden 100. Geburtstag von Ernst Weiß im Jahr 1982 die Jubiläumsausgabe seiner „Gesammelten Werke“ konzipierten, waren uns für den abschließenden 16. Band mit seinen Essays, Aufsätzen und Schriften zur Literatur noch nicht alle seiner durchweg konstruktiven Würdigungen zeitgenössischer Neuerscheinungen ins Netz gegangen, was sich leider erst später herausstellte. Ein uns entgangener Text war seine am 1.5.1914 in der Berliner „National-Zeitung“ erschienene Empfehlung von Hermann Hesses zwei Monate zuvor bei S. Fischer publiziertem Roman „Roßhalde“. Es war das letzte seiner Frühwerke, die noch vor der auch für Hesse so folgenreichen Zäsur des Ersten Weltkriegs erschienen und steht mitten zwischen der idyllischeren Jugendperiode des Erzählers und den innovativen Entwicklungen, die bald darauf mit dem pseudonymen „Demian“ einsetzten.

„Roßhalde“, wie viele seiner autobiographisch fundierten und deshalb erstaunlich wirksamen Erzählungen, thematisiert die Frage, ob ein Künstler, der das Leben nicht nur instinktiv meistern will, sondern es möglichst objektiv zu betrachten und darzustellen beabsichtigt, überhaupt zur Ehe fähig ist. Diese damals für ihn selbst virulente Problematik hat Hesse in der Geschichte des Malers Johann Veraguth fiktionalisiert. Zu Recht weist Ernst Weiß in seiner Rezension darauf hin, dass Leser, die auf action und spannende Handlungsverläufe angewiesen sind, bei solch einem Thema nicht auf ihre Kosten kommen können. Zwar spitzt sich im Verlauf der zunehmenden Entfremdung der Ehepartner ihr Konflikt bis zum Tod des von beiden geliebten Söhnchens Pierre zu, aber die eigentliche Absonderung vollzieht sich in vielen undramatischen, doch prototypischen Episoden.

Die Befunde von Ernst Weiß decken sich vollauf mit Hesses eigener Einschätzung des Buches, als er es dreißig Jahre nach der Niederschrift anlässlich einer Neuausgabe erstmals wieder gelesen hatte. „Ich dachte darin eine Art Edelkitisch zu finden. Aber es war nicht so“, vermerkt er in einem Brief vom 15.1.1942 am Peter Suhrkamp. Es habe sich bewährt. Es stehe vieles darin, was „ich heute nicht mehr vermöchte. Damals mit diesem Buch hatte ich die mir mögliche Höhe an Handwerk und Technik erreicht und bin nie weiter darin gekommen. Dennoch hatte es ja seinen guten Sinn, dass der damalige Krieg mich aus der Entwicklung riss und mich, statt zum Meister guter Formen werden zu lassen, in eine Problematik hineinführte, vor der das rein Ästhetische sich nicht halten konnte.“

In seiner Besprechung trifft Ernst Weiß die Lebensnähe, Anschaulichkeit und den Gehalt dieser Erzählung ebenso sicher wie er das Charakteristische der Werke etwa von Thomas Mann, Franz Kafka, Joseph Roth, Stefan Zweig, Franz Werfel, Jack London, Hans Fallada oder Ernest Hemingway zu erspüren verstand. Hesse selbst, der verschiedentlich empfehlend auf die Bücher von Ernst Weiß hingewiesen hat, bezeichnete die Werke seines Kollegen als „Aufrichtigkeiten und Bekenntnisse eines Mannes, der die Krankheit unserer Zeit im Tiefsten kennt.“

Ein erfreulicher Fund: Ernst Weiß zu Hesses “Roßhalde”

02. April 2023

Carlos Fortea: Ernst Weiß in Spanisch

Auf Bitte von Peter Engel hat der Schriftsteller und Übersetzer Carlos Fortea über die relativ neue Entdeckung von Ernst Weiß in Spanien einen Text geschrieben. 

Die „Anwesenheit“ des Schriftstellers Ernst Weiß in Spanien ist relativ neu, aber nichtsdestoweniger relevant. Wie er selbst in seinen autobiographischen Aufzeichnungen sagte, war er zu Lebzeiten in praktisch keine Sprache übersetzt worden, und das galt auch für das Spanische. Man hätte meinen können, dass seine Stunde mit seiner Wiederentdeckung in Deutschland schlagen würde, aber selbst danach ließ sie lange auf sich warten. Politisch ging es Spanien 1963 nicht viel besser als Adenauers Deutschland -im Gegenteil, es ging ihm viel schlechter -, so dass man nicht damit rechnen konnte, dass Weiß einen Platz in den spanischen Büchereien finden würde.

Carlos Fortea: Ernst Weiß in Spanisch

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23. März 2023

Ein wichtiger Fund – Ernst Weiß schreibt über das eigene Schreiben

Es fehlt nicht an Texten, in denen sich der Schriftsteller Ernst Weiß über seine Herkunft und sein Leben geäußert hat, er hat sich zudem wiederholt mit prononcierten Urteilen an literarischen Umfragen beteiligt, und was er von den Büchern seiner Kollegen hielt, kann man in seinen zahlreichen Rezensionen nachlesen, die im 16. Band der Werkausgabe von 1982 versammelt sind. Nicht darin enthalten ist aber eine ausführliche Darstellung über sein eigenes Schreiben, die der Autor im Jahr 1929 in einem wissenschaftlichen Werk veröffentlicht hat, das der Weiß-Forschung bisher entgangen ist. Es handelt sich dabei um das Buch „Die Psychologie der produktiven Persönlichkeit“ von Paul Plaut, das 1929 im Stuttgarter Verlag Ferdinand Enke erschien.

Wie ist es zu dieser wichtigen Publikation, in der sich Weiß so eingehend über sein eigenes literarisches Schaffen wie an keiner anderen Stelle geäußert hat, überhaupt gekommen? Der 1894 in Berlin geborene Paul Plaut hatte ursprünglich Philosophie und Literaturwissenschaft studiert und wurde nach seiner Teilnahme am Ersten Weltkrieg 1920 in Greifswald mit einer Arbeit über Balzac promoviert. 1922 nahm der jüdische Wissenschaftler zusätzlich das Studium der Medizin auf, erwarb 1927 auch darin den Doktorgrad und wirkte dann hauptberuflich als Assistenzarzt an einem Berliner Krankenhaus.

Plaut nahm mit anderen zusammen wegweisende kriegspsychologische Untersuchungen vor und interessierte sich zudem für die seelischen Bedingungen, unten denen insbesondere Schriftsteller, Künstler und Wissenschaftler zu ihrer schöpferischen Arbeit befähigt sind. Er wandte sich dabei gegen den herkömmlichen Geniebegriff und sammelte vielmehr aussagekräftige empirische Daten, indem er an 400 „produktive Persönlichkeiten“ Fragebögen schickte. Zu den auf diese Weise herangezogenen „Untersuchungsobjekten“ seines dann 1929 veröffentlichten Buches, durchweg namhafte Vertreter aus den Künsten und den Wissenschaften, gehörte eben auch Ernst Weiß.

Zum weiteren Schicksal Plauts, der erst 1938 über Amsterdam nach London emigrierte, wo er 1960 starb, ist anzumerken, daß er in der Emigration erneut auch als Gerichtsgutachter – wie schon in Berlin – tätig war und als Psychiater an der Portman Clinic wirkte. Seine Arbeiten während dieser Zeit sind in Deutschland bisher nicht hinreichend rezipiert worden, wie es überhaupt wünschenswert wäre, auf diesen weitgehend vergessenen Psychologen neu hinzuweisen.

Der dreiseitige Text von Ernst Weiß in Plauts Buch, der ohne Überschrift abgedruckt wurde, ist im Inhaltsverzeichnis des Bandes merkwürdigerweise gar nicht aufgeführt, sondern wird in einer Art Anhang, mit nur ganz wenigen anderen zusammen, in ganzer Länge wiedergegeben. Die sehr aufschlußreiche Selbstäußerung soll an dieser Stelle nicht näher untersucht und in einen Zusammenhang gestellt werden, dazu wird sich eine andere Gelegenheit finden müssen. Hingewiesen sei immerhin auf die Franz Kafka gewidmete Passage, die im Einklang mit ähnlichen Deutungen zum Leben und Schaffens seines „Freundes“, wie Weiß auch hier seinen literarischen Weggefährten nennt, einer Analyse unterzogen werden soll.

Autor: Peter Engel

Download: Ernst Weiß über sein Schreiben als PDF

Ein wichtiger Fund – Ernst Weiß schreibt über das eigene Schreiben

06. März 2023

Der doppelte Ernst Weiß – Korrektur eines Irrtums

Den drei Theaterstücken „Tanja“ (1920), „Olympia“ (1923) und „Leonore“ (1923) von Ernst Weiß hat Klaus-Peter Hinze in seiner dem Schriftsteller gewidmeten Bibliographie von 1977 auf Seite 50 als viertes dramatisches Werk noch die Komödie „Die kleine Heilige“ hinzugefügt. Er datiert dieses Werk ebenfalls auf das Jahr 1923 und nennt es zwar „verschollen“, fügt aber als quasi Existenzbeweis eine Besprechung des Stücks an, die in der Zeitschrift „Das literarische Echo“ auch tatsächlich veröffentlicht wurde. Es ist allerdings auch der einzige Hinweis, den er überhaupt anzugeben vermochte, während zu den Uraufführungen der anderen drei Theaterstücke von Weiß jeweils etliche Besprechungen aufgeführt sind. Allein schon dieser Umstand hätte den Literaturwissenschaftler stutzig machen und davon abhalten sollen, die Komödie überhaupt in sein Verzeichnis aufzunehmen.

Tatsächlich beruht die Nennung des Werks in der Weiß-Bibliographie auf einem Irrtum, wie ich jetzt bei der Überprüfung von Hinweisen feststellen konnte. Die verdanke ich dem Aachener Literaturwissenschaftler Gregor Ackermann, der in den „Weiß-Blättern“ kleine Teilbibliographien zum Werk des Schriftstellers veröffentlicht hat. Nun fand er heraus, daß das „Neue Wiener Journal“ am 5. April 1923 einen Beitrag mit dem Titel „Wie ich um meinen Namen kam“ (PDF) publizierte und daß einen Tag später die Tageszeitung „Die Stunde“ mit dem Artikel „Ernst Weiß und Ernst Weiß“ folgte: Beide Veröffentlichungen zusammen bringen nun endlich Licht in das Dunkel um die „Kleine Heilige“.

Der doppelte Ernst Weiß – Korrektur eines Irrtums

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21. Januar 2023

Neue Übersetzung von “Der Aristokrat” in Spanische

Der Verlag Alpha Decay aus Barcelona hat 2022 eine Übersetzung des Ernst Weiß Romans "Der Aristokrat" veröffentlicht. Das Buch namens  „El Aristócrata“ ist mit gebührender Wertschätzung für Ernst Weiß und einer Malerei von Max Liebermann auf dem Titelblatt ausgestattet. 

Die Übersetzung basiert auf der Ausgabe der gesammelten Werke von Ernst Weiß, Band 9, Suhrkamp 1982. Das Nachwort von Peter Engel ist in der spanischen Übersetzung auch enthalten und übersetzt worden. Der Band enthält zudem ein Vorwort von Alberto Gordo.

Neue Übersetzung von “Der Aristokrat” in Spanische

16. Januar 2023

Neuausgabe einer Übersetzung von Ernst Weiß – „Tartarin von Tarascon“ bei Faber & Faber

Seitdem die Werke von Ernst Weiß „gemeinfrei“ sind, also das Copyright für seine Romane und andere Schriften im Jahr 2010 abgelaufen ist, gibt es eine Schwemme von billig aufgemachten Nachdrucken mit knalligen Covern und von dubiosen Verlagen herausgebracht. Da ist es fast eine kleine Sensation, daß das für seine schön ausgestatteten Bücher bekannte Leipziger Haus Faber & Faber eine Neuedition von Alphonse Daudets Romans „Tartarin von Tarascon“ in der Übersetzung von Ernst Weiß vorgelegt hat. Die Originalübertragung war 1928 von der Deutschen Buch-Gemeinschaft in Berlin verlegt und mit Zeichnungen von Walther Klemm versehen worden, die manche als etwas altbacken und zu bieder empfinden.

Neuausgabe einer Übersetzung von Ernst Weiß – „Tartarin von Tarascon“ bei Faber & Faber

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14. Januar 2023

Der Augenzeuge: Zwei Hörbücher kurz vorgestellt

Im letzten Jahr habe ich sie bereits entdeckt und möchte sie nun endlich vorstellen, die zwei Hörbücher des Romans "Der Augenzeuge" von Ernst Weiß.

Der Augenzeuge: Zwei Hörbücher kurz vorgestellt

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05. Dezember 2022

Das Ernst Weiß Portal auf Twitter

Ich habe vor einigen Wochen auch einen Twitter-Account für das Portal angelegt und recht gut belebt. Bitte schauen Sie selbst und folgen uns gerne: https://twitter.com/wei...

01. Dezember 2022

Interview: Drei “Hebel” zur Wiederentdeckung von Ernst Weiß

Peter Engel hat Anfang der Acht­zi­ger­jah­re zusammen mit Volker Michels die Gesammelten Werke von Ernst Weiß herausgegeben und lange Jahre die "Weiß-Blätter herausgebracht. Im Interview berichtet er, wie seine Beschäftigung mit Ernst Weiß verlaufen ist und nennt drei "Hebel", die Ernst Weiß wieder in den Fokus des öffentlichen Interesses rücken könnten. 

EWP: Wann wurde Ihr Interesse an Ernst Weiß und seinem Werk entfacht?

Peter Engel: Auf den Schriftsteller stieß ich während des Studiums in den Tagebüchern Kafkas, über den ich damals arbeiten wollte. Aber das hatten schon allzu viele vor mir getan, weshalb ich mich dann intensiver mit Ernst Weiß befaßte. Aber die besondere Faszination durch Kafkas Werk blieb bestehen und sie war auch immer im Hintergrund dabei, als ich die Bücher von Weiß nach und nach las und die Erstausgaben - bis auf eine Ausnahme - sämtlich erwarb. Und auch die angebliche Freundschaft zwischen den beiden Schriftstellern interessierte mich anhaltend und hat zu meinen entsprechenden Deutungsversuchen geführt - das Thema ist für mich noch nicht abgeschlossen.

Interview: Drei “Hebel” zur Wiederentdeckung von Ernst Weiß

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